Neu: Arbeitshilfe zur Entwicklung und Konkretisierung von Gleichstellungszielen

Die Entwicklung und Festlegung von verbindlichen Gleichstellungszielen ist ein zentraler Schritt in der Umsetzung von Gender Mainstreaming und eine große Herausforderung: Was heißt „Gleichstellung“ konkret in Bezug auf verschiedene Zielgruppen und Programmbereiche des ESF? Wie lassen sich Ziele und entsprechende Kennzahlen für ein Programm so formulieren, dass sie eine gute Orientierung geben und somit ein Qualitätsgewinn für die Umsetzung sind?

Diese und weitere Fragen werden in einer neuen Arbeitshilfe der Agentur für Gleichstellung im ESF beantwortet und anhand zweier Praxisbeispiele erläutert.

 Arbeitshilfe Ziele und Benchmarks


Diskussionspapier zum Stand der Geschlechtergleichstellung im ESF

Obgleich wichtige Impulse für die Gleichstellung der Geschlechter vom ESF ausgehen, wird das Querschnittsziel Gleichstellung in Deutschland noch nicht optimal umgesetzt. Die Reichweite des ESF ist begrenzt, und den gleichstellungspolitischen Zielen der EU steht in Deutschland das „männliche Ernährermodell“ entgegen. Mit dem ESF können aber positive Impulse der europäischen Gleichstellungspolitik verstärkt werden.

Die Agentur für Gleichstellung im ESF hat zu der Frage, wie es um die Förderung der Geschlechtergleichstellung durch den ESF in Deutschland bestellt ist, ein Diskussionspapier veröffentlicht. Ziel ist es, eine Debatte darüber anzuregen, welche gleichstellungspolitischen Konsequenzen insbesondere im Hinblick auf die nächste Förderperiode des ESF zu ziehen sind.

Diskussionspapier Geschlechtergleichstellung


Neue Expertise: Existenzsichernde Beschäftigung von Frauen und Männern

Die Förderung der existenzsichernden Erwerbstätigkeit von Frauen ist ein wichtiges Anliegen des ESF-Bundesprogramms. Wie hoch muss jedoch ein individuelles Erwerbseinkommen in Deutschland für eine eigenständige Existenzsicherung sein? In welchem Ausmaß gelingt es Frauen und Männern in Deutschland, durch Erwerbstätigkeit die eigene Existenz eigenständig und nachhaltig zu sichern?

Zur Beantwortung dieser Fragen werden in einer neuen Expertise der Agentur für Gleichstellung im ESF Grenzwerte für eine existenzsichernde Beschäftigung berechnet und die zentralen Komponenten einer existenzsichernden Erwerbstätigkeit untersucht: Erwerbsbeteiligung und Kontinuität der Erwerbstätigkeit, Umfang der Erwerbsbeteiligung (Wochenarbeitszeit) sowie Einkommenshöhe (Stundenlohn). Vor diesem Hintergrund wird der Anteil der Beschäftigten in Deutschland berechnet, deren Erwerbseinkommen ober- bzw. unterhalb der Grenzwerte für eine eigenständige Existenzsicherung liegt.

Expertise Existenzsichernde Beschäftigung


Agentur für Gleichstellung im ESF

Die Gleichstellung von Frauen und Männern hat im Operationellen Programm des Bundes zur Umsetzung des Europäischen Sozialfonds (ESF) von 2007 bis 2013 einen hohen Stellenwert. Das Ziel der Gleichstellung wird mit einer Doppelstrategie verfolgt, welche die Strategie Gender Mainstreaming und spezifische Fördermaßnahmen verbindet.

Die Agentur für Gleichstellung im ESF wurde durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales eingerichtet, um die Implementierung von Gender Mainstreaming im ESF-Bundesprogramm zu begleiten.
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Gender Mainstreaming

Was bedeutet Gender Mainstreaming, und wie wird es umgesetzt? Hier finden Sie eine Einführung in Gender Mainstreaming sowie praktische Hinweise zur Umsetzung in Programmen und Projekten.
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Materialsammlung

In der umfangreichen Materialsammlung zu Gender Mainstreaming im ESF finden Sie Rahmendokumente, Methoden und Instrumente, Berichte und Studien sowie Grundlagentexte zu Gender Mainstreaming.
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Daten und Fakten

Was sind relevante Gender-Aspekte in den Handlungsfeldern des ESF? Hier finden Sie Datenquellen zu den Zielgruppen des ESF sowie Materialien zu ausgewählten Fachbereichen des ESF.
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Bundesländer

Auf diesen Seiten erhalten Sie einen Überblick zu Gender Mainstreaming in den ESF-Programmen der Bundesländer und des Bundes. Sie finden hier die Gleichstellungsziele und Umsetzungsstrategien in den Operationellen Programmen sowie Instrumente der Umsetzung.
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Aktuelles


Fördermaßnahmen und Arbeitsmarktchancen
Das IAB hat ausgewertet, dass betriebliche Praxiserfahrungen auch für arbeitslose Frauen mit Kindern die Arbeitsmarktchancen erhöhen. Allerdings fehlen Arbeitsplätze, die ein existenzsicherndes Einkommen bieten, und entsprechende Kinderbetreuungseinrichtungen.
IAB-Kurzbericht 6/2012


EU2020: Indikatoren zur Gleichstellung
Das Europäische Parlament hat eine Studie veröffentlicht, die Indikatoren zur Evaluierung der Gleichstellung im Rahmen der Strategie Europa 2020 vorschlägt.
Bericht Gleichstellungsindikatoren EU2020


Nächste Förderperiode: GSR-Entwurf
Die EU-Kommission hat den Entwurf des "Gemeinsamen Strategischen Rahmens" (GSR) veröffentlicht, der die Ausrichtung der nächsten ESF-Förderperiode 2014-2020 festlegen wird. Die Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern ist hierin als dezidierte Querschnittsaufgabe der Strukturfonds verankert.
Gemeinsamer Strategischer Rahmen


EU-Fortschrittsbericht zur Gleichstellung
Die EU-Kommission berichtet im Rahmen des Berichts zur Charta der Grundrechte über die gleichstellungspolitischen Fortschritte im Jahr 2011.
Arbeitsbericht zur Gleichstellung
Bericht Charta der Grundrechte


Veranstaltung: Altersarmut von Frauen
Die Heinrich-Böll-Stiftung lädt in Kooperation mit der Landesarmutskonferenz am 19. Juni 2012 zur Veranstaltung "Ist Altersarmut weiblich? Die Folgen prekärer und atypischer Beschäftigung von Frauen im Alter" nach Berlin ein.
Informationen zur Veranstaltung


Studie Niedriglohnbeschäftigung
Der IAQ-Report 1/2012 präsentiert Ergebnisse einer Auswertung zur Niedriglohnbeschäftigung: Fast ein Viertel der Beschäftigen in Deutschland bezog im Jahr 2010 einen Niedriglohn, besonders häufig betraf dies Frauen.
IAQ-Report 2012-01


Gender Pension Gap
Laut einer vom BMFSFJ veröffentlichten Berechnung beträgt der "Gender Pension Gap" in Deutschland 59,6 Prozent. Das bedeutet, dass Frauen um 59,6 Prozent geringere eigene Alterssicherungseinkommen beziehen als Männer.
Studie "Gender Pension Gap"


Erwerbsverläufe von Frauen
An der Freien Universität Berlin wurde im Auftrag des Forschungsnetzwerks Alterssicherung eine Studie zu den Lebens- und Erwerbsverläufen von Frauen in Deutschland im Hinblick auf die Auswirkungen auf die Alterssicherung durchgeführt.
Studie Erwerbsverläufe von Frauen


Analyse des Finanzrahmens 2014-2020
Das Europäische Parlament hat eine Analyse des Entwurfs zum Mehrjährigen Finanzrahmen der EU von 2014 bis 2020 aus Gleichstellungsperspektive (Gender Budgeting) veröffentlicht.
Bericht zum Mehrjährigen Finanzrahmen


Veröffentlichung zu "Minijobs"
Der Großteil der geringfügig Beschäftigten im Haupterwerbsalter sind Frauen. Ein WSI-Schwerpunktheft beleuchtet die Problematik von Minijobs, speziell auch im Hinblick auf die Erwerbsverläufe von Frauen.
WSI-Mitteilungen Ausgabe 01/2012